Fertigparkett

Fertigparkett

Fertigparkett wird aus mehreren Holzschichten zusammengeleimt. Die sichtbaren Decklamellen bestehen aus dem gewünschten Holz. Die unteren Schichten sind meist aus Weichholz, wie Kiefer oder Fichte, bzw. aus Sperrholz gefertigt. Bei manchen Produkten bestehen sie auch aus dem selben Holz wie die Deckschicht. Rundum mit Nut u. Feder.

Stärken: 14-15 mm, auf Anfrage 11 / 21 mm
Breiten: von 140-210 mm, 2-4 Lamellen
Längen: Längen von 1800-2200 mm

VORTEILE: Der Vorteil von Fertigparkett ist der rasche Einbau und dass dieser meist auch von angelernten Hilfskräften durchgeführt werden kann sowie das, bei einigen Standardholzarten, vergleichsweise preiswerte Produkte erhältlich sind.

NACHTEILE: bei Fertigparkett werden mit der Zeit die vorgefertigten Elemente sichtbar. Das optische Erscheinungsbild wird davon nachhaltig beeinträchtigt. Verstärkt wird diese optische Beeinträchtigung bei Verwendung von Fertigparkett auf Fußbodenheizung.Bei Produkten in der untersten Preiskategorie sind zusätzlich die Abriebwerte, das heißt die Haltbarkeit der Oberfläche, eingeschränkt. Dies kann verstärkt zu frühzeitigen Gebrauchsspuren führen, speziell bei stärkerer Beanspruchung. Schadstoffbelastungen aus den enthaltenen Klebstoffen und Lacken sind nach wie vor möglich, hier hat sich aber in den letzten Jahren, durch die Verwendung Schadstoff ärmerer Klebstoffe, eine Verbesserung ergeben. Ein nicht zu unterschätzender Nachteil tritt auf wenn eine Renovierung durch Überschleifen ansteht, da die Elemente nur "schwimmend", also lose auf dem Untergrund aufliegen. Es ist ausgesprochen schwierig, dadurch dass der Boden beim schleifen nachgibt, gleichmäßig - im Zehntelmillimeterbereich-, einen Renovierungsschliff durchzuführen. Sehen Sie auch unseren Tipp 1 bezüglich des Themas: "abschleifen von Fertigparkettböden"

VERLEGUNG: In der Regel "schwimmend" auf Estrich, das heißt, mit geeignetem Leim in der Nut und Feder verleimen oder mit Klicksystem verbinden, darunter eine Trittschallmatte (Tip 3), oder geklebt auf Unterlagsplatten oder geeignetem Estrich. Bei entsprechender Eignung des Untergrundes auch auf alte bestehende Beläge verlegbar.

OBERFLÄCHE: fertig geölt/lackiert oder roh. Rohe Fertigparketten, je nach Holzart, mit entsprechendem WOHNCOLOR Parkettbodenöl oder umweltfreundlichem Bodenlack behandeln.

TIPP 1: Fertigparkette haben einen großen Nachteil: Sie können, wenn überhaupt, nur sehr schwer renoviert - sprich geschliffen werden. Mit der Nutzschicht und dem Trägermaterial wird bei der Produktion eine homogene Einheit, mit ausgeglichenem Spannungsverhältnis geschaffen. Sobald der Versuch unternommen wird, einen Teil der Nutzschicht abzuschleifen, gerät das Spannungsfeld in Bewegung und in der Folge können sich Bretter verdrehen, bombieren, einfallen. Wir haben noch keinen Erzeuger von Fertigparkett gefunden, auch unter unseren eigenen Topproduzenten (die so ziemlich alles bedenken), die 100% garantieren können, dass bei ihrem Produkt bei der üblichen "schwimmenden Verlegung", nach dem Abschleifen nicht das oben beschriebene Probleme auftreten wird.

TIPP 2: Bei einem Fertigparkettprodukt, bei dem die verschiedenen Lagen aus dem selben Holz gefertigt sind, wird in der Regel nur versucht, einen höheren Preis zu erzielen - ohne echten Vorteil für den Kunden. Daher - wenn vollflächiges Verkleben von Hotline oder Hotline Grande ( 2- Schichtparkett) bzw. eine Massivholzlösung nicht möglich sind und Fertigparkett verlegt werden soll (Zeitgründe, Aufbauhöhen beschränkt etc.) - spricht nichts gegen ein Produkt, bei welchem im Trägermaterial Weichholz Verwendung findet, wenn die wichtigen Kriterien wie unbedenkliche Verleimung, hohe Passgenauigkeit, entsprechende Nutzschicht, Sortierungskriterien etc. erfüllt sind.

TIPP 3: Eine sehr gute Trittschalldämmung bei schwimmender Verlegung erzielen sie mit der WOHNGESUND Flachsdämmmatte. Wenn eventuell noch Feuchte aus dem Untergrund zu erwarten oder zu befürchten ist, verwenden sie bitte unsere WOHNGESUND"Recyclingfasermatte" die zusätzlich eine Kunststofffolie enthält um vor aufsteigender Feuchte zu schützen. Achtung: verlegen Sie niemals Parkettboden auf einen Untergrund der nur den Verdacht aufkommen lässt das er noch Feucht sein könnte! Die Matte ist nur ein zusätzlicher Schutzfaktor.

INFO: Es hat sich leider teilweise eingebürgert, dass Fertigparkett als Schiffboden bezeichnet wird, was uns als Holzboden - Spezialisten schmerzt. Klassische Schiffböden sind massive Holzbodenbretter, meist aus Weichholz wie Lärche, Fichte, Tanne oder Kiefer die auf eine Holzunterkonstruktion genagelt werden.